Cold Drip – kalt getropfter Kaffee

Viele kennen es noch nicht, dabei handelt es sich neben dem Espresso Tonic um eine der genialsten Erfrischungen des Sommers. Zumindest meiner Meinung nach. Ich rede von dem Cold Drip. Ein Cold Drip ist ein kalt extrahierter Kaffee. Und Extraktion, das ist das Verfahren, bei welchem das Wasser aus dem Kaffeemehl die Aromen und Stoffe herauslöst. Kaffee ist also ein Extrakt.

Ich mache meinen Cold Drip im Water Dripper von Hario. Ganz oben befindet sich kaltes, gefiltertes Wasser. In der Mitte seht ihr das Kaffeemehl. Über das Ventil am Wasserbehälter läßt sich die Fließgeschwindigkeit des Wassers einstellen. Rund ein Tropfen Wasser pro Sekunde ist die grobe Faustregel. Gut Ding braucht eben Weile. Das Wasser sickert dann mithilfe der Schwerkraft durch den Kaffee in die Karaffe. Man muss aber nicht morgens vorbestellen, um nachmittags einen Cold Drip genießen zu können. Meist habe ich einen kleinen Vorrat in der Kühltheke stehen.

 

 

Beim Cold Drip wird Hitze durch Zeit ersetzt. Das Resultat ist ein sehr aromatischer Kaffee, welcher durch die Extraktion mit kaltem Wasser besonders arm an Säure und Bitterstoffen ist. Getrunken wird er natürlich kalt, serviert auf einem Würfel Eis.

 

Ist Cold Drip und Cold Brew eigentlich das gleiche? Nein.

Bei Cold Brew (wer hat sich dieses Oxymoron eigentlich ausgedacht?) läßt man das grob gemahlene Kaffeemehl über mehrere Stunden in dem kalten Wasser (Raumtemperatur) ziehen und filtert anschließend das Ganze durch. Das läßt sich also auch ganz einfach zu Hause nachmachen.

 

Und wer hat’s erfunden? Die Niederländer.

Man munkelt, auf dem Weg nach Asien haben die Niederländer mangels Elektrizität und Feuer in ihrer Not, geplagt vom Kaffeedurst, diese Zubereitungsmethode erfunden. Die Japaner sollen diese Idee dann aufgegriffen und perfektioniert haben.



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